niederrheinisch - nachhaltig 

28.12.2021

Dinosaurier 2021: Welche Zukunft hat ein Neubaugebiet für Einfamilienhäuser?

211228 a.jpgAls „Ankerplatz“ vermarktet die Stadt Emden ihr als landesweit bedeutsam geltendes  Baugebiet Conrebbersweg. Auf 75 Hektar Grünland will Oberbürgermeister Tim Kruithoff Neubürger*innen mit einem “smarten Stadtteil”  eine typisch-ostfriesische Heimat schaffen. Mit dem Baugebiet will Emden Lebensqualität bieten und zugleich den Ansprüchen einer nachhaltigen Entwicklung gerecht werden (1).  

Stolz verkündet die Stadt ihre Vision eines smarten Stadtteils: „Hier erleben Sie, wie wir in Ostfriesland Lösungen erarbeiten: ökologisch, nachhaltig und innovativ. Eine umweltbewusste Stromversorgung vom eigenen Dach sorgt sowohl für Wärme, als auch für die Energie des eigenen Fahrzeugs. Das alles ist vernetzt mit dem schnellsten Glasfaserinternet.“ (1). [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 14:11 @ Akteure und Konzepte, Raumplanung und Regionalentwicklung | Kommentar hinzufügen

20.12.2021

„Bündnis Bodenwende“ fordert eine Enquete-Kommission zur gemeinwohlorientierten Bodenpolitik

Folie1.jpgDer Boden spielt eine Schlüsselrolle für die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte: soziale Wohnraumversorgung und gleichwertige Lebensverhältnisse, wirksamer Klimaschutz und Klimaanpassung, Erweiterung der grünen Infrastruktur, sozialer Zusammenhalt, gerechte Vermögensverteilung bis hin zu Artenschutz, naturverträglicher und nachhaltiger Landwirtschaft,  Nahrungsmittelproduktion und der Bewältigung von Pandemien. Bodenpolitik ist eines der wichtigsten und am meisten vernachlässigten Politikfelder.

Planwertsteigerungen und Bodenspekulationen gehören zum deutschen Alltag. Die Baulandpreise sind zwischen 1992 und 2020 um 363% gestiegen (1). Für vermögende Grundeigentümer*innen ist Deutschland ein Steuerparadies. 

Mit dem neuen Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat sich die Ampelkoalition vorgenommen, die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 17:49 @ Raumplanung und Regionalentwicklung, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

05.12.2021

Über Lützerath und den 5. Dezember

Welttag des Bodens 3.jpgAm 5. Dezember ist der Welttag des Bodens. Lössboden ist der Boden des Jahres 2021. Bernd Schmitz ist Landesvorsitzender der  Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Er hat den 5. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 09:55 @ Raumplanung und Regionalentwicklung, Strukturwandel im Rheinischen Revier | Kommentar hinzufügen

25.11.2021

Nach dem „Offenbarungseid“: Politische Auswege aus der Biodiversitätskrise gesucht

Naturschutzpolitischer Offenbarungseid.jpgDer Erhalt der Artenvielfalt sei eine „Menschheitsaufgabe und eine ethische Verpflichtung“ deklariert der Ampel-Koalitionsvertrag auf Seite 36 (1). Doch wenn‘s konkret werden soll zum Beispiel beim Umgang mit Flächen, setzen CDU und FDP andere Prioritäten. Sie lehnten gestern im Landtag die Volksinitiative Artenvielfalt ab.
 
Die – während der Corona-Pandemie von 115.000 Unterstützer*innen unterzeichnete -  Volksinitiative hatte ein „Handlungsprogramm Artenvielfalt“ (2) vorgelegt. Es ging unter anderem um verbindliche Obergrenzen für Flächenversiegelung, um ein Verbot chemisch-synthetischer Pestizide in Schutzgebieten, um naturnahe Wälder oder die Wiedervernässung von Sumpf- und Moorstandorten, um eine naturverträgliche Landwirtschaft, um den Biotopverbund, den Auenschutz oder den Artenschutz in der Stadt. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 16:13 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung | Kommentar hinzufügen

13.10.2021

Aufbruch in die Klimaneutralität - Abrissmoratorium für Lützerath

Moratorium.jpgAm 31. Oktober beginnt in Glasgow die 26. UN-Klimakonferenz. Derzeit läuft die UN-Konferenz zum Artenschutz und in Berlin wird zwischen SPD, Grünen und FDP sondiert, mit welchen Maßnahmen eine neue Bundesregierung das Klimaschutzgesetz umsetzen könnte. Begleitet wurden die Gespräche in den letzten fünf Tagen mit Studien und Appellen. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 08:49 @ Akteure und Konzepte, Wirtschaft und Finanzen, Raumplanung und Regionalentwicklung, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge, Strukturwandel im Rheinischen Revier | Kommentar hinzufügen

30.07.2021

Machtlos gegen die Fluten?

2021-08-04_Europe-Calling-99_Flut_sharepic_DE_final.pnghttps://sven-giegold.de/europe-calling-machtlos-gegen-die-fluten/

Grenzlandgruen - 20:50 @ Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung | Kommentar hinzufügen

Gewässerschutz: Verschleppt und vernachlässigt

2021-07-29 Birgit Bllinger auf Pixabay.jpgIn Viersen wird seit Januar 2019 an einem 2,5 km langen Regenrückhaltekanal gebaut. Er soll im Juli 2022 fertig werden und bei Starkregen rund 17.500 Kubikmeter Wasser zwischenspeichern. Die Viersener Grünen forderten am 26. Juli ein besseres Starkregenmanagement für das Viersener Stadtgebiet und lösten damit eine kontroverse Diskussion aus. Zu kurz kommt in der Debatte die Frage, warum in NRW die europäischen Richtlinien zum Gewässerschutz und zum Management von Hochwasserrisiken so schlecht umgesetzt werden, dass bereits über Klagen und Vertragsverletzungsverfahren geredet wird. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 08:00 @ Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

23.07.2021

CEDIM: Hochwassergefahren wurden unterschätzt

2021-07 Sandhaase auf Pixabay.jpgUm Hochwassergefahren besser einschätzen zu können, sollen Gefahrenkarten historische Daten einbeziehen. Dafür plädieren 12 Forschende der Forensic Disaster Analysis Group (FDA) am CEDIM – Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) 

Die FDA hat am 21. Juli einen ersten 31-seitigen Bericht zur Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Darin kartiert sie Überflutungsflächen mit 19.396 Gebäuden und analysiert die meteorologischen und hydrologischen Ursachen sowie bisher bekannte Schäden. 

Der Ahr ist ein Kapitel zum historischen Kontext gewidmet. Derzeit basieren die Hochwassergefahrenkarten für das Ahrtal auf einer Abflussstatistik mit Messdaten ab 1947. 

Für Altenahr wird das Jahrhunderthochwasser mit einem Abfluss von 241m³ pro Sekunde beziffert. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 23:25 @ Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

BUND: 16 Punkte zum politischen Umgang mit Dürren und Hochwasser

2021-07-23 Hermann Traub.jpgNach den Dürresommern 2019 und 2020 ist der Sommer 2021 durch dramatische Hochwasserereignisse geprägt. Mehr als 170 Todesopfer sind zu beklagen. Immer noch werden Menschen vermisst.

Die aktuellen Debatten beschäftigen sich mit den Defiziten beim Katastrophenschutz mit der der Klimapolitik oder mit der Anpassung an Klimafolgen. Miriam Haritz leitet die Abteilung Krisenmanagement im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 12:18 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge, Strukturwandel im Rheinischen Revier | Kommentar hinzufügen

06.07.2021

Zukunft wachküssen?

StockSnap auf Pixabay.jpgZum heutigen Tag des Kusses erinnert „Mopper-Manfred“ an ein Heft der Zeitschrift „Politische Ökologie“. Es erschien 2005 zum Beginn der in diesen Wochen endenden “Merkel-Ära” und enthielt Leitlinien für ein nachhaltiges Regierungsprogramm.

Titel des Heftes „Zukunft wachküssen“. Das Heft berief sich auf das Grimm’sche Märchen vom Froschkönig. Doch in diesem Märchen entsteht Zukunft nicht durch Wachküssen, sondern durch einen Tötungsversuch. 

Was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun?  Welchen Sinn macht es, nicht der Königstochter, sondern dem “treuen Heinrich” oder dem “armen Jungen” zu folgen. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 07:35 @ Raumplanung und Regionalentwicklung, Meckereien und Gemopper | Kommentar hinzufügen

25.06.2021

Regierungsbezirk Düsseldorf: Spielfeld beackern statt Gewässer schützen?

Pferdeweiher 2.jpgUmweltschutz wird vor Gericht gemacht. Dieser Eindruck verfestigte sich mit den jüngsten Urteilen zur Klimapolitik oder zur Luftreinhaltung. Offenbar hat das viel kritisierte umweltpolitische Vollzugsdefizit eine Entwicklung ausgelöst, die zwangsläufig erscheint. Wenn Politik Entfesselung statt Sorgfaltspflicht predigt, Freiheit mit Rücksichtslosigkeit verwechselt, das Verursacherprinzip aus den Augen verliert und den Umwelt- und Naturschutz für verhandelbar erklärt, ist es im Rechtsstaat folgerichtig, dass sich Gerichte mit den offenkundigen Gesetzesverstößen beschäftigen. Umweltrecht ist Menschenrecht. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 14:28 @ Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung | Kommentar hinzufügen

08.05.2021

“Wer seine Heimat liebt, versiegelt sie”

13 b 2.jpgDem grünen Bundestagsabgeordneten Chris Kühn blieb am 7. Mai 2021 angesichts des großkoalitionären Trauerspiels rund um den Paragrafen 13 b des BauGB „die Spucke weg“. Entgegen allen Nachhaltigkeitsstrategien und Flächensparappellen animiert der Bundestag vor allem ländliche Kommunen dazu, bis Ende 2022 ihre Flächennutzungspläne zu umgehen und Bauland im Außenbereich ohne Umweltverträglichkeitsprüfung, ohne Bürgerbeteiligung, ohne Ausgleichsflächen auszuweisen. Die NRW-Koalition war maßgeblich an der Entstehung einer zweiten Baulandentfesselungsrunde beteiligt. 

Chris Kühn meint, dass für die CDU gelte: „Wer seine Heimat liebt, versiegelt sie.“  Nach einer CSU-Trickserei konterkarierte der 13b bereits 2017 - 2019 die Nachhaltigkeitssystematik des Baugesetzbuchs. Vor allem bayerische Bürgermeister nutzten den nichtnachhaltigen Baulandschnäppchenparagrafen. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 08:11 @ Schwalmtal, Raumplanung und Regionalentwicklung | Kommentar hinzufügen



 

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