niederrheinisch - nachhaltig 

28.05.2022

Wildnis wagen – auch in NRW?

220528.pngWildnis ist ein Hotspot der Artenvielfalt und Schatzkammer für die genetische Vielfalt und das Leben. Nur hier können sich Arten ohne Einfluss aus Land- und Forstwirtschaft an Veränderungen wie den Klimawandel anpassen. Die Initiative „Wildnis in Deutschland“ ist ein Bündnis aus 20 Naturschutzverbänden und Stiftungen, das sich für mehr große und unzerschnittene Wildnisgebiete einsetzt. Zahlreiche Expert*innen sowie das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz unterstützen die Initiative.
Eine „Agenda für Wildnis“ (1) soll die notwendige Debatte für mehr Wildnis anregen, eine konstruktive Diskussion fördern und zu konkreten Ergebnissen führen. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 07:22 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit | Kommentar hinzufügen

20.05.2022

Berliner Erklärung 2022: Mehr Natur wagen

2022-05-20 -1.jpgSie gelten als kosteneffizient, von der der Natur inspiriert und unterstützt, sollen zum Aufbau von Resilienz beitragen und gleichzeitig soziale und wirtschaftliche Vorteile bieten. Die Rede ist von den naturbasierten Lösungen. Gemeinsam mit einem Netzwerk von naturnahen Grün- und Wasserflächen, den blau-grünen Infrastrukturen, werden sie als ein wesentliches Element für die Anpassung an den Klimawandel gehandelt. Zudem sind sie essenziell für die Biodiversität und das menschliche Wohlbefinden. 
 
In ihrer am 19. Mai 2022 veröffentlichten zweiseitigen Berliner Erklärung zum Weltnaturgipfel (1) präsentiert ein breites Bündnis renommierter Forscher*innen Handlungsempfehlungen mit naturbasierten Lösungen als wesentlichen Schlüssel zum Erfolg bei der Bekämpfung der Zwillingskrise aus Artenstreben und Klimawandel. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 10:15 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit | Kommentar hinzufügen

19.05.2022

Landwirtschaft beeinträchtigt Ökosystemfunktionen mehr als bisher angenommen

Albrecht Fietz - pixabay.jpgMenschliche Einflüsse – vor allem aus der Landwirtschaft – beeinträchtigen die Ökosystemdienstleistungen der Bäche und Flüsse stärker als bisher angenommen. Besonders die Fähigkeit der Fließgewässer zur Selbstreinigung ist in landwirtschaftlicher Umgebung fünfmal geringer als in einer natürlichen Umgebung. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Metastudie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) (1).

Die globale Fachliteratur zu den Auswirkungen menschlicher Stressoren auf die Ökosystemdienstleistungen der Bäche und Flüsse scheint bisher übersichtlich zu sein. „Wir haben sämtliche weltweit verfügbaren Forschungsarbeiten recherchiert und fanden insgesamt 125 Studien - was im globalen Maßstab wirklich eine sehr geringe Ausbeute ist”, sagt Dr. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 12:48 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

03.05.2022

“gARTENreich” & Co - Große Fragen - kleine Lösungen?

Albrecht Fietz -pixabay.jpgWie und was in den Wissenschaften gefragt wird, entscheidet auch darüber, welche politischen und persönlichen Änderungen für erforderlich gehalten werden. Das kann zu Merkwürdigkeiten führen, wie sie SZ-Redakteur Gerhard Matzig  in einem Text zur Individualheroik zugespitzt hat oder wie sie im Design des Nachhaltigkeitsforschungsprojekts “gARTENreich”, im Konzept des “Earth Overshoot day” oder auch in der Wirklichkeitswahrnehmung der Regionalplanung zu Tage treten. Bleibt am Ende unerklärbar, warum wir Mensch und Natur wissenschaftlich entschlüsseln und enthüllen wollen, aber ihnen trotz allen Wissens im politischen und persönlichen Verhalten dennoch nicht gerecht werden? Lesen Sie mehr…

Grenzlandgruen - 19:33 @ Allgemein, Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung | Kommentar hinzufügen

13.04.2022

BUND: Nach fünf verlorenen Jahren ist es Zeit für einen Politikwechsel in NRW

2022-04-14 .jpg2017 wollte die schwarz-gelbe Laschet/Lindner-Koalition NRW Planungsverfahren verkürzen, mehr Industrie- und Gewerbeflächen ausweisen und den Straßenbau ankurbeln, um NRW mit marktradikaler Entfesselung im Wettbewerb der Regionen voranzubringen. Es war von Beginn an absehbar, dass damit der Natur- und Umweltschutz, der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und die Ressourcenschonung in NRW unter die Räder kommen. 

Gleich zu Beginn der neuen Legislaturperiode wurden ökologische Mindeststandards bei der öffentlichen Vergabe abgebaut, gegen Düngeregulierung und europäische Stickoxidgrenzwerte interveniert, dem Ausbau der Windenergie ideologische Fesseln angelegt…

Es ging weiter: Zerschlagung der EnergieAgentur.NRW, illegale Räumung des Hambacher Waldes, Negation des Pariser Klimaabkommens und des Klimaurteils in der Braunkohlepolitik, illegaler Bebauungsplan für Datteln IV, Ausbremsen der Windenergie und der Photovoltaik, Straßenneubau statt Substanzerhalt, Ausbau und Aufwertung von Flughäfen ohne klimapolitisches Konzept, Ablehnung des „Handlungsprogramms Artenvielfalt in NRW“, Änderung des Landesentwicklungsplans zugunsten einer flächenversiegelnden Betonpolitik, Versagen beim Hochwasserschutz,  Einschränkungen beim Grundwasserschutz, Aussetzung des Pestizidverbots in Naturschutzgebieten,  Ausbremsen einer ökologisch orientierten Agrarpolitik, völlig verfehlte Forstpolitik nach dem Fichtensterben….

Der BUND-NRW zeigt im zehnseitigen Papier „Fünf verlorene Jahre“ (1) , dass die umweltpolitische Bilanz der schwarz-gelben Koalition alles andere als gut ausfällt: bis auf wenige Ausnahmen hat NRW in den letzten fünf Jahren keine realistischen Antworten auf die Klima- und Biodiversitätskrisen gefunden und stattdessen unsere Böden und unser Wasser der Wirtschaft geopfert.

BUND-Vorsitzender Holger Sticht spricht bei den von der Landesregierung ausgelösten Flächenausweisungen für Wohn- und Gewerbegebiete in den Regionalplänen von einem „Goldrausch“. Der BUND macht sich stattdessen für eine Netto-Null-Flächenausweisung ab 2035 stark. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 20:29 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit | Kommentar hinzufügen

08.04.2022

Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz (AKN)

AKN.jpgBundesumwelt- und Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke hat am 29. März 2022 die Eckpunkte eines Aktionsprogramms natürlicher Klimaschutz (AKN) (1) vorgestellt (2). Mit dem Aktionsprogramm will die Bundesregierung die Synergien zwischen Natur- und Klimaschutz nutzen und die biologische Vielfalt sowie die Vorsorge gegen die Folgen der Klimakrise stärken. (3) 

Das Ministerium wird im Laufe des Jahres 2022 das Programm weiter ausarbeiten und gemeinsam mit Kommunen, Bundesländern und Verbänden entsprechende Maßnahmen und Finanzierungsprogramme formulieren. Einige Bundesländer haben bereits ihr Interesse bekundet. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 12:28 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung | Kommentar hinzufügen

Studie „Klimaschutz 2030“

Analyse_Klimaschutz-2030-Titel.pngReichen die im Koalitionsvertrag und die in den letzten Tagen und Wochen niedergelegten Maßnahmen aus, um die deutschen Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 % gegenüber 1990 zu senken? 

Die am 5. April 2022 erschienene Analyse der Stiftung Klimaneutralität und des Öko-Instituts (1) unterzieht mit Blick auf das Klimaschutzgesetz und den Europäischen Green deal die von der Ampel-Koalition beschlossenen und geplanten Maßnahmen in den Sektoren Energie, Industrie, Gebäude und Verkehr mit zwei Szenarien einem ex-ante Check. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass „nachgebessert“ werden muss.

Die Autor*innen haben zudem untersucht, welchen Einfluss Temperatur- und Lagerbestandseffekte sowie das Dargebot von Wind- und Sonnenenergie auf die jährlich festgestellten Emissionsniveaus haben können. Die Studie schlägt 32 Frühindikatoren für das Fortschritts-Monitoring in den drei Sektoren vor und hält ergänzende Analysen der in dieser Untersuchung nicht betrachteten Sektoren Landwirtschaft, Abfallwirtschaft sowie Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft für „sinnvoll und empfehlenswert“. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 06:06 @ Umwelt und Gesundheit, Infrastrukturen und Daseinsvorsorge | Kommentar hinzufügen

07.04.2022

Sechster IPCC-Sachstandsbericht: Beitrag der Arbeitsgruppe III erschienen

Titelbild_IPCC_AR6_WGIII_SummaryForPolicymakers.jpgDie IPCC-Arbeitsgruppe III (Minderung des Klimawandels) hat mit einer Online-Pressekonferenz am 4. April 2022 (1) ihren 2.900 Seiten umfassenden Beitrag zum sechsten Sachstandsbericht des Weltklimarats veröffentlicht (2) . Der Bericht war ursprünglich für Juli 2021 angekündigt (3). Coronabedingt hatte sich seine Erstellung verzögert.
 
Die anthropogenen Netto-Treibhausgasemissionen sind zwischen 2010 und 2019 weiter angestiegen. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 18:28 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung | Kommentar hinzufügen

Windenergie und Artenschutz

Eckpunktepapier Beschleunigung des naturverrglichen Ausbaus der Windenergie.jpgBundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium haben am 4. April 2022 (1) in einer Pressekonferenz (2) das siebenseitige Eckpunktepapier zur Beschleunigung des naturverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land (3) vorgestellt.
 
Das Repowering von Windrädern soll durch den Wegfall von Alternativprüfungen vereinfacht werden. Um die Breitstellung von Flächen zu erleichtern, soll die die Genehmigung von Windenergie in Landschaftsschutzgebieten entlastet werden.

Die Bundesregierung wird ein Wind-an-Land-Gesetz vorlegen, das die Länder verpflichtet, zwei Prozent ihrer Fläche für die Windenergie an Land zur Verfügung zu stellen. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 14:07 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit, Raumplanung und Regionalentwicklung | Kommentar hinzufügen

29.03.2022

Ukraine-Krieg und Klimaschutz

220329.jpg„Wir haben verstanden, dass Sie die ‚Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft‘ fortführen wollen.“ sagte  der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Videobotschaft im Bundestag am 17. März 2022 (1). Er warf den Deutschen vor, eine Mauer aus „Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft“ mit einem Stacheldraht aus Handelsbeziehungen zu Russland zu errichten. Es sei eine Mauer, die manche nicht bemerken: „Doch es ist eine Mauer, gegen die wir rennen. Während wir kämpfen, um unser Volk zu erhalten.“ Selenskyi dankte den Unternehmen, „die Moral und Menschlichkeit über die Buchhaltung stellten“ und forderte Bundeskanzler Scholz auf, die Mauer aus „Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft“ niederzureißen. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 11:53 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit | Kommentar hinzufügen

16.02.2022

Neue Studie: Arzneimittelrückstände im Wasser - eine globale Herausforderung

220216 Medikamentenreste.jpgPharmazeutische Rückstände in Gewässern sind ein globales Problem. Die am meisten belasteten Länder und Regionen der Welt sind bisher am wenigsten erforscht: Subsahara-Afrika, Südamerika oder Teile Südostasiens.  Dort gelangen die Rückstände der Pharmaindustrie ungefiltert in die Flüsse, weil es keine funktionierende Abfall- und Abwasserstruktur gibt. Der Lebensstandard spiegelt sich in den Medikamentenresten im örtlichen Wasser wider. Ein hohes Maß an pharmazeutischer Wasserverschmutzung steht in Verbindung mit hohen Armutsquoten.  Im Wasser der Länder mit hohen Einkommen befinden sich überdurchschnittliche Mengen an Diabetesmittel und Antidepressiva. Im Wasser der Länder mit niedrigen Einkommen überwiegen Schmerzmittel und Antibiotika. [Mehr lesen…]

Grenzlandgruen - 16:36 @ Umwelt und Gesundheit | Kommentar hinzufügen

06.02.2022

Landrat Pusch über Corona-Daten-Friedhöfe

220206.jpgDer Kreis Viersen vermerkt 3.696 Corona-Infizierte. Das Robert-Koch-Institut meldet, dass die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen weiter steigt und erstmals einen Wert von über 1.400 erreicht habe. Innerhalb eines Tages hätten sich mehr 133.000 Menschen neu angesteckt. Die Gesamtzahl der Corona-Toten sei hierzulande auf 118.717 angestiegen. Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit mahnt rasche Bemühungen an, um an mehr Daten über den Anteil der Geimpften und Genesenen zu erlangen…

Derartige Meldungen rufen beim Heinsberger Landrat Stephan Pusch „Wut, Verzweiflung und Resignation“ hervor. [Mehr lesen…]

Fritz Fassmacher - 18:49 @ Umwelt und Gesundheit | Kommentar hinzufügen



 

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