niederrheinisch - nachhaltig 

13.01.2024

Bodenatlas 2024

2024-01-10.pngEr wird zu einer härter umkämpften Ressource, er nimmt eine Schlüsselfunktion bei der Bewältigung vieler globaler Krisen ein, seine ungleiche Verteilung ist nicht selten Ursache für Konflikt und Gewalt: der Boden. Weltweit gelten 25% der Böden als degradiert, das heißt ihre Funktionen sind stark eingeschränkt. Durch den Ausbau von Siedlungs- und Gewerbeflächen verliert Deutschland täglich 55 Hektar Boden.

Neue Wege werden gesucht, wie Böden geschützt und nachhaltig genutzt werden können. Die Weltagenda 2030 formuliert es unter der Nr. 15 als verbindliches Ziel, die Bodenverschlechterung zu stoppen und verlorene Bodenfunktionen wiederherzustellen. Auf diese Zusammenhänge machen die Heinrich-Böll-Stiftung, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Forschungsorganisation TMG - Think Tank for Sustainability aufmerksam. In ihrem am 9. Januar 2024 erschienenen Bodenatlas 2024 wünschen sich die Herausgeber eine gezielte Förderung der Bodenverbesserung. Der Boden müsse gesetzlich gleichrangig mit den Schutzgütern Wasser und Luft behandelt werden.

Der Bodenatlas 2024 liefert auf 50 Seiten viele Zahlen, Daten und Fakten rund um das Thema Boden und unterfüttert dies mit 53 Illustrationen sowie Quellenangaben.

Der Atlas beleuchtet, wieso gesunde Böden für Mensch und Natur überlebenswichtig und zugleich umkämpft sind. Er erklärt auch, warum intakte Böden für den Klimaschutz und die Anpassung an die Klimakrise essenziell sind. Er zeigt, wie ein langfristiger Bodenschutz in der Landwirtschaft gelingen kann und welche politischen Rahmenbedingungen es dafür braucht.

Als eine Alternative zur energie- und ressourcenintensiven industriellen Landwirtschaft stellt der Atlas den systemischen Ansatz der Agrarökologie vor. Er fördert Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit,  faire Wege der Vermarktung, auf denen alle kooperieren,  die erzeugen und verbrauchen. Agrarökologie stärke lokale Märkte, erhöhe die Autonomie von Dorfgemeinschaften und die Unabhängigkeit von Grosskonzernen. Die Kontrolle über Land und Saatgut bleibe in der Hand der lokalen Bevölkerung und die Abhängigkeit von Pestiziden und synthetischen Düngern werde reduziert.

Der Atlas, die Bilder und Grafiken stehen beim BUND und bei der Heinrich-Böll-Stiftung zum  Download bereit.

Heinrich-Böll-Stiftung
BUND

Weitere Informationen:

Erklärfilm: Böden als Lebensgrundlage & Klimaschützer

Grenzlandgruen - 18:26 @ Akteure und Konzepte, Umwelt und Gesundheit | Kommentar hinzufügen



 

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