GRENZLANDGRÜN   
niederrheinisch - nachhaltig 
© Manfred Richter - pixabay


Dienstag, 9. Juni 2026 
BM 006: Bußbeschleunigung mit Dülkener Rauschliturgie und Viersener Kirchenfusion 

Bildquelle: Maria Savelana auf pixabay

Am 1. Januar 2027 ist es soweit: Die evangelischen Gemeinden Viersen und Dülken stehen vor einer historischen Vereinigung. Sie fusionieren zur Eva-Kirchengemeinde. Mit dem neuen Namen verbinde sich mehr als eine organisatorische Veränderung, schreiben die Dülkener Kirchenvertreter*innen. Eva stehe als Mutter aller Lebendigen „für einen gemeinsamen Aufbruch. Für etwas Neues, das wächst…“ (1)

Eva symbolisiert allerdings auch den Verlust der Unmittelbarkeit sowie den Drang, Grenzen zu überschreiten und die Systemfrage zu stellen. Lange stand Eva auch für Verführbarkeit, Ursünde und menschliche Schwäche. Eva diente als theologische Rechtfertigung für die Unterordnung der Frau. Martin Luther: „Wer mag alle leichtfertigen und abergläubischen Dinge erzählen, welche die Weiber treiben. Es ist ihnen von der Mutter Eva angeboren, dass sie sich äffen und trügen lassen.“ (2)
Mit der ersten Wittenberger These vom 31. Oktober 1517 hat Marin Luther das Leitbild für das evangelische Leben in Viersen umschrieben: „Als unser Herr und Meister Jesus Christus sprach: ‚Tut Buße‘, wollte er, dass das ganze Leben der Gläubigen Buße sei.“

Noch treffen sich die Viersener Gläubigen getrennt, um zu büßen: In Alt-Viersen besteht am 11. Juni 2026 beim Themenfrühstück am Turm bei Brötchen, Marmelade und Filterkaffee Gelegenheit Buße zu leisten und dabei über große Fragen des Lebens zu sprechen. (3)

In der Narrenstadt Dülken hingegen ist Buße erst möglich, wenn sie zuvor zwölf Jahre im Eichenfass gelagert hat.  Daher lädt das örtliche Presbyterium am 19. Juni 2026 ab 19.00 Uhr in die Christuskirche zum büßerischen Whiskytasting. „In 5 Gängen wollen wir die Sinne anregen, mit kleinen Speisen, kurzen Texten und verschiedenen Whiskys, die an diesem Abend verkostet werden können.“  Das Bußgeld beträgt 25 € pro Person und ist am Abend bar zu entrichten  (4) 

Das oikos-Instititut für Misssion und Ökumene hat in einem Buch die wichtigsten Informationen zum Büßen durch Whiskytasting zusammengefasst. (5) . Es ist Teil eines von Kuno Klinkenborg und Stephan Zeipelt entwickelten Projekts, das sich unter dem Tarnnamen „Genussvoll glauben“ (6) vorrangig an Menschen zwischen 25 und 55 richtet, die der Kirche eher distanziert gegenüberstehen.

Jahrhundertelang suchte die Kirche nach Wegen, den Glauben an die Wertschöpfung durch  Buße in die Moderne zu übersetzen. Für 2027 hat Eva den Schlüssel zum Himmelreich gefunden: spirituelle Bußtiefe durch Kommerzialisierung, Eventisierung, Kulinarisierung, Genussangebote und seelsorgerisches Rauschmanagement. 

Eva verleiht dem Viersener Themenfrühstück ab 2027 eine nicht unerhebliche Bußbeschleunigung durch Alkohol. Und dem Dülkener Whiskyabend wird Eva ab 2027 die Möglichkeit bieten, schon morgens mit der theologischen Vorbereitung des fünfgängigen Bußmahls zu beginnen…

Derzeit arbeitet Eva am Viersener Veranstaltungskalender für das evangelische Bußjahr 2027. Die Tagesseminare „Nächstenliebe mit seligpreisenden Single Malts und Nuss-Nougat-Creme“ und „Von der Rechtfertigungslehre zur Restalkoholbestimmmung“ sind bereits festgezurrt.

An zusätzlichen Formaten wird noch gearbeitet. In der Planung sind „Bußexerzitien im Eierlikörgarten“, „Kontemplatives Craft-Bier“ „Fastenzeit Premium Plus“ oder  „Mystische Mixgetränke – Gott begegnen mit Gin Tonic“. Eine gemeindeübergreifende Arbeitsgruppe an der Pollhütte prüft derzeit, ob die Bergpredigt als alkoholische Menüfolge sorgen- und barrierefrei für die interaktive Bußbeschleunigung erschlossen werden kann.

„Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz“ (Martin Luther). Nach der Sommerpause wird Eva in der Dülkener „Kontakt-Rat-Hilfe“ im ökumenischen Likörkreis mit der Missionierung der Menschen beginnen, die in der rauschliturgischen Fusion von Mystik und Mundgefühl den theologischen Gehalt der Bußdestillate nicht erkannt haben.

In der gegenüberliegenden katholischen St. Corneliuskirche stehen in Erinnerung an das Wunder der Hochzeit von Kana neben den bußbefreienden Beichtstühlen sechs steinerne Wasserkrüge. Sie dienen als Geschenk für die bevorstehende Hochzeit der evangelischen Kirchengemeinden und den damit angestrebten Wandlungsprozessen zur sakralisierten Buß- und Genussökonomie. Beschriftet sind die Krüge mit einem berühmten Papst-Zitat: „Diese Wirtschaft tötet.“ Gloria tibi Dülken!

Verweise

1. Evangelische Kirchengemeinde Dülken. Aus zwei Gemeinden wird ein gemeinsamer Anfang: Eva. [Online] 11. Mai 2026. https://ekduelken.de/aus-zwei-gemeinden-wird-ein-gemeinsamer-anfang-eva/

2. Alan Posener. Neuneinhalb Thesen gegen Martin Luther. Welt. [Online] 31. März 2014. https://www.welt.de/kultur/article126395361/Glauben-Neuneinhalb-Thesen-gegen-Martin-Luther.html

3. evangelisch in Viersen. Themenfühstück am Turm. [Online] 11. Juni 2026. https://www.evangelischinviersen.de/b/themenfruhstuck-38395985?utm_medium=Widgets

4. Evangelische Kirchengemeinde Dülken. Anders. Genussvoll glauben: Biblisches Whiskeytasting. Gottesdienste in der Evangelischen Kirchengemeinde Dülken. [Online] 4. Juni 2026. https://ekduelken.de/genussvoll/

5. oikos-Insitut für Mission und Ökumene. Biblisches Whiskytasting (Buch). [Online] [Zitat vom: 8. Juni 2026.] https://www.oikos-institut.de/produkt/biblisches-whiskytasting-buch/

6. oikos-institut für Mission und Ökumene. Genussvoll glauben – das Gesamtprojekt. [Online] [Zitat vom: 8. Juni 2026.] https://www.oikos-institut.de/angebot/genussvoll-glauben/


Montag, 17. November 2025
BM 005: Über das ruhige Rekordwachstum

Bildquelle: Enrique Mesegeur auf pixabay

Nicht wenige Politiker und Politikerinnen lieben den gesetzgeberischen Aktionismus. Fast alle Wirtschaftsbosse mögen neue Wachstumsstrategien und profitmaximierende Geschäftsmodelle. Um die daraus resultierenden Bürokratiemonster und Müllberge zu vermeiden, werden nunmehr derartige Aktivitäten – dank der innovativen flächen-, strom- und wasserneutralen Hyperscale-Rechenzentren - in die alternative Realität verlagert.

Mittlerweile ist allgemein anerkannt, dass sich Tamagotchi, Digimon, Nintendog, Larps, Cosplay, Fantasy-Football, Hobby-Horsing oder Hobby-Doggin positiv auf die menschlichen Gesellschaften ausgewirkt haben. Sie fördern Kommunikation, Imagination, Kreativität, Teamarbeit, emotionale Bindungen, sportliche Aktivitäten und soziale Performance und reduzieren dabei die eher unangenehmen materiellen Nebenfolgen.

Hyperaktive Politiker und wachstumsbesessene Manager werden daher ab sofort auf gamifizierte Spielwiesen umgelenkt. Ihre Entscheidungen werden in den immateriellen Sektor der virtuellen Welt verlagert. Mit hobby-horsing-artigen Bewegungsritualen können sie ihre autokratischen Gelüste auch körperlich ausleben. Sie können Schlachten, Handelskriege, Militärparaden und Territorialgewinne mit Engagement und Pathos simulieren. Anleitungen dazu gibt es bei der Dülkener Narrenakademie.

Das „Carbon-Credit-Monopoly“ verschafft ihnen die Möglichkeit, beliebig viele CO2 -Zertifikate zu handeln - ohne Rücksicht auf lästige Umweltfolgen. Im „Plastic Paradise“ können BIP und Plastikanreicherungen ins Unendliche wachsen. Als Turbo-Capitalism Tycoons können die Chefs Fantasie-Ressourcen ausbeuten, virtuelle Territorien erobern und  Highscores im ewigen Wachstum erreichen. Alternativ wird es ihnen auch ermöglicht, die Welt beliebig oft in den nachhaltigen Game-over-Kollaps zu führen.

Kurzum: Wir brauchen keine hektischen Gesetze, keine Gipfelkirmes und keine Renten- und Stadtbilddebatten. Wir brauchen nur eine stabile und ressourcenfreie IT-Infrastruktur und die Bereitschaft, die reale Welt endlich in Ruhe zu lassen. Das würde die Entscheidungsfindung von lästigem Relevanzballast befreien, die ökologischen Fußabdrücke reduzieren und die natürlichen Ressourcen entlasten...

Weitere Informationen

Cosplay
Digimon World
Dülkener Narrenakademie
Fantasy-Football
Hobby Dogging
Hobby Horsing
Hyperscale-Rechenzentren
LARP
Ninentendogs
Tamagotchi

Donnerstag, 29. Mai 2025
BM 004: Zukunft mit Claudia Kleinert und der „Macht der Treter“?

Im Forum Zukunft Kreis Viersen am 26. Mai 2025 ging es um brisante Themen. Dass sie dennoch ausgeruht und entspannt erörtert werden konnten, lag an der inspirierenden Referentin Claudia Kleinert, aber auch an der liebevoll-aufwändigen Organisation der IHK Mittlerer Niederrhein, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen und des Gastgebers, dem aus 58 Menschen bestehenden Team der schmitz druck & medien GmbH & Co. KG in Brüggen. (1). Das stellte mit personalisierten Abschiedsgeschenken seine Leistungsfähigkeit so gut unter Beweis, dass Folgeaufträge der anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer kaum ausbleiben werden. Dank einiger Männer sollte die Veranstaltung wohl auch verdeutlichen, dass Nachhaltigkeit ohne Ziel- und Stilbewusstsein schwer durchsetzbar ist.

Bevor die Betriebswirtin und TV-Wetterexpertin Claudia Kleinert zu den „Folgen des Klimawandels für Unternehmen“ zu Wort kam, umrissen vier Männer das Thema aus ihrer Sicht. Moderator Ludger Kazmierczak hob die wirtschaftliche Relevanz des Klimawandels hervor, IHK-Geschäftsführer Jürgen Steinmetz das Netzwerk der Nachhaltigkeit, Landrat Dr. Andreas Coenen die Klimafolgenanpassungsstrategie des Kreises Viersen und Markus Schmitz die Tradition seines Brüggener Unternehmens beim sog. Gelegenheitsdruck.

Ludger Kazmierczak wies dabei mehrfach auf die schicken „Sneaker-Anzüge“ der männlichen Referenten hin. Warum – sagte er nicht. Daher ließ die Veranstaltung trotz ihres großen Informationsgehalts einige Fragen offen.

Sollten sich Männer stilvoll und geräuschlos auf den Weg in die Nachhaltigkeit begeben? Wollte der Moderator auf die etwa gleich alten Traditionen der Sportschuhe (2) und des Brüggener Gelegenheitsdrucks (3) und damit auf die nachhaltige Vereinigung von Bequemlichkeit, Rutschfestigkeit und Liebe zum Detail aufmerksam machen? Oder ging es ihm  um Minimalismus, Alltagstauglichkeit, Halt und Flexibilität bei der Klimafolgenbewältigung? Wollte er den Slogan der ehemaligen Dülkener Schuh-Ikone wieder aufleben lassen: „Männlich markant – herrlich bequem“?

Oder braucht die Wirtschaft eine neue Freiheit, alte Regeln mit einem modernen und legeren Stilbruch zu überwinden? Oder geht es um einen dynamischen Aufbruch wie ihn Joschka Fischer bei seiner Vereidigung zum grünen Umweltminister am 12. Dezember 1985 in Wiesbaden begründet hat? Sein Fazit nach 32 Jahren: „Die Turnschuhe waren peinlich“, aber „Die Macht der Treter ist gewaltig.“ (4)

Das gilt besonders, wenn die Treter ein langes Leben haben, recycelt werden können, biologisch abbaubar sind, unter fairen Bedingungen CO2 – neutral produziert wurden und der Träger sie second hand oder auf Leihbasis gekauft hat.

Claudia Kleinert hatte in Brüggen auf ihre High heels verzichtet, denn am Ende gilt ohnehin, dass sich die Welt nicht durch Schuhe verändert, sondern eher durch diejenigen, die sie tragen.

Verweise

1. Boss, Daniel. WFG Kreis Viersen. „Forum Zukunft“ mit Claudia Kleinert: „Wir sind alle Wettermacher“. [Online] 28. Mai 2025. https://wfg-kreis-viersen.de/forum-zukunft-mit-claudia-kleinert-wir-sind-alle-wettermacher/

2. Wikipedia. Sneaker. [Online] 4. Januar 2025. https://de.wikipedia.org/wiki/Sneaker

3. schmitz druck & medien. Aus Liebe zum Detail. [Online] [abgerufen am 29. Mai 2025.] https://schmitz-druck-medien.de/

4. Bau, Walter. Joschka Fischers Beichte: „Die Turnschuhe waren peinlich“. WAZ. [Online] 7. Juli 2017. https://www.waz.de/kultur/fernsehen/article211165649/joschka-fischers-beichte-die-turnschuhe-waren-peinlich.html

Montag, 28. Oktober 2024 
BM 003: Frittologische Fachkräfte gesucht

 „Tu dat, wat jut is“: Die niederrheinische Nachhaltigkeit mit ihrer effizienten Alltagstauglichkeit gilt als besonders ressourcenschonend. Lokal produzierte E-Bikes, Polstersessel oder Barbie-Puppen werden im Grenzland in entspannter Atmosphäre und mit großer Gelassenheit immer wieder so umfunktioniert, dass sie im zirkulären Materialkreislauf zu einem grenzenlosen Wachstum nach dem Schengener Index beitragen.

In diesem Herbst stellen Speisekartoffeln eine besondere Herausforderung für den niederrheinischen Nachhaltigkeitsmarkt dar. Grüne und Wurmfraß erschweren die Feldverladungen der universellen Lebensmittel. Entschlotete Pommes ohne Bakterienfäule erzielen daher deutliche Aufpreise. Grund dafür ist die immense CO2- Absorption der zu 100% aus organischem Material bestehenden kulinarischen Meisterwerke.

Der mit der nachhaltigen Frittierökonomie verbundene Intensivkonsum der knusprigen Kartoffelstäbchen ist der Schlüssel zur aktiven CO2- speichernden Konjunkturförderung am Niederrhein. Dank der ehrenamtlichen Unterstützung niederländischer Frittologinnen ist hierzulande ein harmonischer Kreislauf aus Produktion, Konsum und Verdauung entstanden. Er fördert den naturpositiven Stoffwechsel und die internationale Wettbewerbsfähigkeit,  entlastet die Umwelt und stärkt den heimatlichen Zusammenhalt.

Mit der großflächigen Ausweitung niederrheinischer Pommes-Plantagen sind grenzüberschreitende Kartoffelbiotopverbünde entstanden. Sie bieten ein einzigartiges Habitat für Drahtwürmer, Feldmäuse und den schwarz-gelbgestreiften Coloradokäfer. Darüber hinaus schützt die großflächige Fritteusenlandwirtschaft traditionelle Tierarten wie den holländischen Saucenfisch oder den Pommesreiher.

Die nachhaltige Zukunft ist frittiert und knusprig. Wer das ignoriert, wird in der Ölwanne liegen gelassen. Selbstoptimierte Pommes-Pflücker*innen, zertifizierte Frittiermeister*innen sowie Joppiesaus-Someliers und Knoblauch-Aioli-Somelières gehören daher zu den besonders begehrten Fachkräften im regionalen „Eat and Work“-Management. Die Bewerbungsfrist ist am 27. Oktober 2024 abgelaufen.

 

Freitag, 10. November 2023
BM 002: Wie Bundesausreisezentren und Ofenführerscheine die Glasverbotskrankheit und den Praxenkollaps verhindern können

Ein Glasgetränkebehältnis als halb voll statt als halb leer zu betrachten, macht bekanntlich glücklich, zufrieden und gesund, denn es löst Probleme und steigert die Lebensqualität.

Glas zählt zu den unterkühlten Flüssigkeiten, die sich plastisch nicht verformen lassen. Das Überschreiten der Elastizitätsgrenze eines Glasgetränkebehältnisses löst daher besonders bei glashalbvollbetrachtenden Menschen besondere Freiheits- und Glücksgefühle aus. Die spannungslösende Scherbenbildung und das wohltönende Klirren vertreiben böse Geister und steigern die menschliche Produktion von Serotonin und Dopamin: Scherben bringen Glück. 

Halbvolloptimist*innen sind zudem in der Lage, diesem Glücksgefühl durch ergänzende endorphinfreundliche Tätigkeiten wie Tanzen, Singen, Küssen, Lachen oder dem geselligen Wasserlassen erhebliche Wachstumschancen zu verschaffen.

Wer das Mitführen, Benutzen und Verkaufen von Glasgetränkebehältnissen untersagt, fördert die gefährliche Glasverbotskrankheit (vitrum ban morbus - VBM). Ihre Symptome: Niedergeschlagenheit, Trübsinn und hängende Mundwinkel. Ärzte raten davon ab, als Glasersatz Papp- und Plastikbecher oder gar Getränkedosen zu benutzen. Ihr Gebrauch mindere die Wirkung von Impfungen, schränke die Fruchtbarkeit ein und sorge für höhere Cholesterinwerte. VBM ist behandlungsbedürftig, im Notfall unter Einsatz eines VBM i-Bougie.

Ein Glasverbot zur karnevalistischen Corona-Saisoneröffnung am Samstag, 11. November 2023 ist jedoch nicht nur aus gesundheitlichen, sondern auch aus finanziellen Gründen bedenklich. Denn bereits am Abend des folgenden Dienstags, am 14. November 2023, wird das Geld aufgebraucht sein, das Professor Dr. Karl Lauterbach den Ärzten und Ärztinnen für die ambulante Gesundheitsversorgung zur Verfügung stellt. Anstatt die VBM-Patient*innen medizinisch angemessen behandeln zu können, müssen die Arztpraxen unter Aufsicht des Aktionsbündnisses Praxenkollaps vom 15. November bis zum 31. Dezember kleine Brötchen backen und sie in Tüten verteilen. Auf denen ist folgendes Urteil gedruckt: „Die Gesundheitspolitik bekommt nix gebacken.“ Daher empfiehlt der Medizinwelterklärer Doc Matthis eine Brötchenflatrateversicherung. Damit sei garantiert, dass die Ärzte weiterhin kleine Brötchen verteilen und auf das Beste hoffen können.

Hoffen allein genügt jedoch nicht. Denn Backen ist ein künstlerischer Prozess. Dessen Gelingen hängt von der Magie im Ofen ab. Um die verständnisvoll ausnutzen zu können, bietet der Kreis Viersen kostenlose Ofenführerscheine an. Mit ihnen können die Absolventinnen und Absolventen schnellstmöglich und dauerhaft Geld sparen.

Schnellstmöglich und dauerhaft Geld sparen, das wollen auch die deutschen Bundesländer. Sie haben eigens dazu mit der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) eine föderale Institution für beschleunigte Selbstkoordination und unbürokratische Entscheidungswege aufgebaut. Die MPK fällt in den Schutzbereich exekutiver Eigenverantwortung. Sie muss daher ohne Geschäftsordnung tagen und darf keinen gesetzlich vorgegebenen Regelungen folgen. Doch ihre Beschlüsse werden veröffentlicht, weil sie allen politischen Akteur*innen einen Entscheidungsrahmen setzen.

Denn anders als das „Aktionsbündnis Praxenkollaps“ backt die MPK keine kleinen Brötchen. Sie nimmt stattdessen den Mitgliedern des Bundestags und des Bundesrats die Butter vom Brot, schießt ohne Führerschein in alle Öfen und kombiniert mit ihren „panem et circenses“ - Beschlüssen das trockene Vergangenheitsbrot mit erheiternden Zukunftsspielen. Mit diesem Dreiklang packte die MPK in der Vergangenheit vorweihnachtliche Entlastungspakete, sorgte für zusätzliche Osterruhe oder baute stabile Mengengerüste auf.

Jetzt möchte die MPK Deutschlands verlorene Position als Exportweltmeister zurückerobern. Im innovativen Zukunftsfeld „Humanität und Ordnung“ sollen aus neuen Werten neue Ideen entstehen. Die Wertschöpfung des Warenexports soll um einen standardisierten digital unterstützten Humanexport ergänzt werden. Dazu möchte die MPK zunächst ein bezahlkartengestütztes Fluktuationsmanagement etablieren und einen Ausreise-Turbo bei voller Flexibilisierung kostenintensiver Backwarenstandards zünden.

Bayern und Sachsen ist das zu wenig. Sie fordern eine wuchtige Neuordnung des Humanexports und wollen an den großen deutschen Flughäfen neue Bundesausreisezentren aufbauen. Die klassischen bayerischen Glasgetränkebehältnisse und die mit ihnen verbundenen Gemütlichkeitsideologien werden bei dieser Lösung der Herausforderungen unserer schnelllebigen Zeit des permanenten Wandels allerdings an ihre Grenzen stoßen.

Daher würden ein generelles Verbot von Glasgetränkebehältnissen und die Umstellung auf eine halbvolle KI-gestützte und behandlungsfreie Visionstransparenz die psychische Gesundung der VBM-Erkrankten anreizen. Das wiederum könnte das ambulante Gesundheitswesen in seiner adventlichen Brötchenphase entlasten.

Die Bundesausreisezentren verschaffen im weltweiten Wettbewerb besonders dann einen entscheidenden Zeitvorteil, wenn sie mit einer nachhaltigen Supplychain direkt an das atmende System gut abgeriegelter außereuropäischer Aufnahme- und Abschiebezentren angebunden sind. Dort könnte das exportierte Humankapital in nachhaltig zertifizierten Kleingruppen den Ofenführerschein erwerben, um den Praxenkollaps abzuwenden und sich in bester Laune als lebenslange und flexible 24/7-Arbeitskraft am Standort des Exportweltmeisters warmzuhalten.

Das neue Konzept hat Tradition. Schon 1891 wusste der deutsche Reichskanzler Leo von Caprivi: „Wir müssen exportieren; entweder wir exportieren Waren oder wir exportieren Menschen.“

Weitere Informationen


Samstag, 28. Oktober 2023

BM 001: Neues BSW-Start-up mit attraktiven Renditechancen

Im Gegensatz zu anderen Ländern hat es in Deutschland noch wenig Tradition, Parteien auf eine Person zuzuschneiden. Der schnelle Auf- und Abstieg der schillernden Schill-Partei in Hamburg diente bislang eher der Abschreckung als der Motivation. Das will die raffinierte BSW-Markenbotschafterin ändern und mit einem sprunginnovativen Marketingkonzept beweisen, dass der Aufbruch ins Schlaraffenland nur so gelingen kann.

BSW gewinnt bekanntlich seit mehr als 10 Jahren Fachkräfte aus Vietnam, erweitert das Wissen über strukturierte Wertpapiere, bietet Schweißkurse, fordert Investitionsimpulse zur Wiederansiedlung der Solarindustrie in Deutschland, kümmert sich um Energieeffizienz rund um den privaten Pool und ermöglicht es seit über 60 Jahren, preiswerter einzukaufen, günstiger zu reisen und effizienter vorzusorgen. BSW vertritt die Interessen seiner Mitglieder im europäischen Kontext. 

Seit dem 23. Oktober 2023 fordert BSW dazu auf, mit anonymen und steuerlich nicht absetzbaren Spenden in das neue Start-up-Projekt „Politik für Euch“ zu investieren, das besonders denjenigen attraktive Renditechancen verspicht, „die sich anstrengen und gute, ehrliche und solide Arbeit leisten.“

Das Spendenmarketing ist durchaus originell. Denn BSW wirbt mit seiner Black Sidewall an Millionen von Altreifen für ein Impact Investment, dessen größter Schritt der durch die Tür ist. Der Ruß, der zur Schwarzfärbung der Reifen genutzt wird, soll vermutlich nach Rußland exportiert und dort als Erfolgselixier CRM (Charisma, Rhetorik, Medienaufmerksamkeit) veredelt werden. Der Reimport sei für Anfang 2024 eingeplant.

Dank CRM wird der neuen Partei bereits heute eine innovative Rolle als disruptiver Gamechanger mit einem Wähler*innen-Potenzial von mehr als 25 Prozent zugeschrieben. Expert*innen erwarten, dass der als plan- und kompasslos geltende sog. Ampel-Aktivismus in Deutschland erlahmen wird.

Mehr Talkshowauftritte und kostenfreie Yoga-Angebote der diplomatisch versierten BSW-Markenbotschafterin könnten besonders im Mittelstand die Lust auf Veränderung steigern und entscheidend dazu beitragen, dass sich die soziale, ökologische, ökonomische und geopolitische Polykrise global und zeitnah auflöst.

In diesem Jahr sorgen drei direkt gewählte Bundestagsabgeordnete, eine Grundmandatsklausel und die vom Sharing-Gedanken überzeugten deutschen Steuerzahler*innen für die notwendigen finanziellen Ressourcen beim BSW-Aufbau. Das allerdings bezeichnet der Linken-Chef als „einen höchst unmoralischen Diebstahl“, weil der Vorgang seine Partei in die Rote Liste der bedrohten Arten katapultieren könne.

BSW folgt dennoch dem Geschäftsmodell der legendären Sammlungsbewegung „Aufstehen“. Das nachhaltigkeitsdesignte Modell ist geprägt durch ein feines Gespür für die atmende Life-Cycle-Kultur des Sitzenbleibens bei gleichzeitigem Drücken jeden verfügbaren Daumens für ein gutes Gelingen..

Was sie jedoch zermürbe, seien die in Parteien üblichen Grabenkämpfe, Gremiensitzungen und Intrigen, erklärt die BSW-Markenbotschafterin. Daher sucht sie ab sofort über die Bundesagentur für Kärrnerarbeit Menschen, die das BSW-typische Erfolgselixier an die Bedürfnisse der deutschen Wähler*innen und die Vorschriften der Parteigesetzgebung anpassen können. Aufgalopp für das neue BSW-Start-up ist der 9. Juni 2024.

Weitere Informationen